Marktsicht (externe Komplexität, Merkmalbaum)

Die Beschreibung des Produktes durch die kundenrelevanten Merkmale und Ausprägungen liefert zunächst den Überblick, wie viele Varianten für das Produkt zu berücksichtigen sind. Die Leitfragen hier sind: Was ist am Markt hinsichtlich Produktausstattung notwendig, was wird vom Kunden wirklich gewünscht und was ist überflüssig? Durch diese Sichtweise wird sichergestellt, dass eben das Angebotsspektrum für die tatsächlichen Marktbedürfnisse keineswegs eingeschränkt wird, es wird lediglich vom Ballast befreit, den ohnehin niemand wollte und der keinen Beitrag zum Betriebsergebnis geleistet hat. Der Leitsatz hier lautet also: „So wenig Varianten wie möglich, so viele wie nötig.

Die Transparenz über die externe Komplexität kann mit dem Complexity Manager Modul F (dt. Merkmalbaum oder engl. Feature Tree) schnell geschaffen werden. Die Definition der variantenrelevanten Merkmale, ihrer Ausprägungen sowie die Formulierung bestimmter Regeln, die technische oder marktseitige Einschränkungen in der Kombinatorik der Merkmalsausprägungen berücksichtigen, ist zügig eingearbeitet.
Im Falle importierter Daten werden diese Regeln auch auf Wunsch automatisch generiert.

In der Abbildung wird verdeutlicht, welche Merkmalsausprägungen eines Ölfilters für den Kunden wichtig sind, welche der Kunde also aus seiner Sicht am Produkt wahrnimmt. Im Modul F erscheint die Übersicht über die Merkmale und Ausprägungen.

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Ohne Einschränkungen in der Kombinierbarkeit der einzelnen Merkmalsausprägungen würde allein diese kleine Tabelle zu 324 möglichen Ölfiltervarianten führen.

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Jedoch gibt es in der Regel technische Einschränkungen oder auch Erkenntnisse, dass einige Kombinationen am Markt gar nicht angeboten werden müssen. Die Formulierung der Regeln geschieht mit wenigen Mausklicks einmal durch Kombinationsverbote oder Kombinationszwänge. Je nach Sachverhalt wählt man die Rubrik, mit der sich die Regel am leichtesten formulieren lässt. Die Regel lässt sich mit logischen UND (▪) bzw. ODER (+) Verkettungen definieren.

 
 

 

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Mit diesen Einschränkungen reduziert sich dementsprechend die Variantenvielfalt in diesem Beispiel auf 26 Ölfiltervarianten.

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Mit der Definition der Regeln sind die benötigten Daten für die reine Visualisierung im Merkmalbaum bereits vollständig erfasst.
Auf Basis dieser Daten bietet der Complexity Manager nun Möglichkeiten zur Simulation beispielsweise folgender Punkte: 
 

 

  •  Änderung der Variantenvielfalt bei teilweisem Ersetzen, Hinzufügen neuer oder Streichen alter Ausprägungen 

  •  Berechnung der Auftrittswahrscheinlichkeit einzelner Varianten aufgrund von Absatzprognosen (hilft bei der
     Früherkennung möglicher Schwach-oder Nullläufer-Varianten
     

  •  ABC-Analyse aufgrund realisierter Absatzzahlen (weist die „Spreu vom Weizen aus)

  •  Kosten- und Preisvergleiche